Einsehbare Einkommen

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Re: Einsehbare Einkommen

Beitragvon Chak » Di 1. Mai 2018, 11:48

Tramaico hat geschrieben:
woody hat geschrieben:Deine Verhandlungen konntest du nur selbst führen, weil ein Manteltarif, Tarifgruppen und ATs dein Arbeitsverhältnis regelten. Oder hast du auch den Urlaub, die Feiertage etc. persönlich vereinbart.


Wenn ein Unternehmen WIRKLICH an einem bestimment Mitarbeiter interssiert ist, dannn ist ALLES verhandelbar. Unter der Hand versteht sich. Ausser Tarif eben. :breit:

So ist es. Woody sieht dass eben anders, weil er von einer quasibehördlichen, betriebsrätlichen Denke kommt.
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Re: Einsehbare Einkommen

Beitragvon Chak » Di 1. Mai 2018, 11:56

woody hat geschrieben:
Chak hat geschrieben:Nachvollziehen kann ich das, aber deswegen bleibt man dann eben subalterner Arbeitnehmer.


Du meinst also AN sollten dienen und dürfen keine eigenen Interessen entwickeln.



Nein, das meine ich nicht. Ein guter Mitarbeiter sollte auch seine eigenen Interessen vertreten, wie kann er denn an anderer Stelle verhandeln, wenn er das nicht mal in eigenen Angelegenheiten schafft?

Ich meinte damit vielmehr, wer nur genau das macht, wofür er bezahlt wird oder zumindest meint wofür er bezahlt wird, der darf sich eben auch nicht wundern, wenn er nicht voran kommt.

Auch wenn Volker meint:
Willywinzig hat geschrieben:Dein Verstaendnis der Marktwirtschaft ist mit Verlaub ziemlich verstaubt. Der AN ist ein Unternehmer der seine Arbeitskraft bestmoeglich vermarktet.
Das war bei meinem AG schon vor 15 Jahren so.

Da liegt aber wohl ein Missverständnis vor. Das würde ich auch für vollkommen legitim halten.
Oder hältst du es auch für eine verstaubte Ansicht, dass diese Bewerbungen nur dann Aussicht auf Erfolg haben, wenn man vorher entsprechende Leistung gezeigt hast? Wurden da wirklich diejenigen genommen, die vorher nach der Maxime gehandelt haben "ich mach doch nicht mehr als das, wofür ich bezahlt werde"?

Ich weiß allerdings natürlich auch, wieviele Mitarbeiter so denken. Nach den mir bekannten Studien schwankt das so zwischen 15-25% die jeweils motiviert sind und die innerlich bereits gekündigt haben, in der Mitte ist die große Mehrheit, die sich genau so verhält. Dass nur die motivierten 15-25% voran kommen ist doch wohl auch klar, oder?
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Re: Einsehbare Einkommen

Beitragvon Spokie » Di 1. Mai 2018, 12:00

Ein AN ist eben keine Parkuhr. Die fängt erst dann an zu ticken, wenn man Geld einwirft.
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Re: Einsehbare Einkommen

Beitragvon Willywinzig » Di 1. Mai 2018, 12:23

Chak hat geschrieben:Oder hältst du es auch für eine verstaubte Ansicht, dass diese Bewerbungen nur dann Aussicht auf Erfolg haben, wenn man vorher entsprechende Leistung gezeigt hast? Wurden da wirklich diejenigen genommen, die vorher nach der Maxime gehandelt haben "ich mach doch nicht mehr als das, wofür ich bezahlt werde"?


Du schreibst es doch selbst. "Entsprechende Leistung". Wie pflegte mein frueherer Chef immer zu sagen? "Das Geben und Nehmen muss stimmen".

Zu meiner Zeit hat sich allerdings das veraltete Prinzip veraendert, dass man erst mal laenger ueber der vergueteten Leistung spielen musste, um fuer eine Befoerderung in Frage zu kommen.
Man hat erst innerhalb der Personalabteilung eine Personalentwicklung geschaffen und das spaeter als eigenstaendige Abteilung installiert.

Die Personaler haben sich immer mehr als Dienstleister innerhalb des Betriebes verstanden, die die Fabrik mit qualifiziertem Personal versorgen.
Das hat nach meiner Sicht wenig mit Behoerdenkram zu tun, sondern setzt marktwirtschaftliche Prinzipien um.
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Re: Einsehbare Einkommen

Beitragvon woody » Di 1. Mai 2018, 12:35

Chak hat geschrieben:.....
So ist es. Woody sieht dass eben anders, weil er von einer quasibehördlichen, betriebsrätlichen Denke kommt.


Wie kommst du darauf? Ich habe ein Rechenzentrum in einem Versorgungsbetrieb* geleitet und musste als Zielsetzung eine Verfügbarkeit der Systeme auch an Sonn- und Feiertagen gewährleisten. Das heisst, dass insbesondere dann, wenn die Mitarbeiter Weihnachten, Neujahr etc. zu Hause waren die Systeme aufgerüstet und getestet wurden.


Und vielleicht kannst du dir vorstellen, dass das nicht mit 'quasibehördlichen, betriebsrätlicher Denke' geht.


Mal ein Witz nebenbei. Meinen Mitarbeitern habe ich oft gesagt, dass sie sich nochmal fotografieren sollten und das Bild zu Hause aufhängen, damit die Frau nicht vergisst wie ihr Mann aussieht.

*Versorgungsbetrieb heisst es wird Strom, Gas, Wasser und Fernwärme geliefert. Und wenn man in Thailand weilt und bei einem Gewitter mal wieder der Strom weg bleibt, fällt einem dann auch wieder ein, das Versorgungssicherheit keine Gottesgabe ist.
"Sprach der König zum Priester: Halte du sie dumm, ich halte sie arm."
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Re: Einsehbare Einkommen

Beitragvon Chak » Di 1. Mai 2018, 12:54

Willywinzig hat geschrieben:
Chak hat geschrieben:Oder hältst du es auch für eine verstaubte Ansicht, dass diese Bewerbungen nur dann Aussicht auf Erfolg haben, wenn man vorher entsprechende Leistung gezeigt hast? Wurden da wirklich diejenigen genommen, die vorher nach der Maxime gehandelt haben "ich mach doch nicht mehr als das, wofür ich bezahlt werde"?


Du schreibst es doch selbst. "Entsprechende Leistung". Wie pflegte mein frueherer Chef immer zu sagen? "Das Geben und Nehmen muss stimmen".

Zu meiner Zeit hat sich allerdings das veraltete Prinzip veraendert, dass man erst mal laenger ueber der vergueteten Leistung spielen musste, um fuer eine Befoerderung in Frage zu kommen.
Man hat erst innerhalb der Personalabteilung eine Personalentwicklung geschaffen und das spaeter als eigenstaendige Abteilung installiert.

Die Personaler haben sich immer mehr als Dienstleister innerhalb des Betriebes verstanden, die die Fabrik mit qualifiziertem Personal versorgen.
Das hat nach meiner Sicht wenig mit Behoerdenkram zu tun, sondern setzt marktwirtschaftliche Prinzipien um.


Dann sind wir uns doch ziemlich einig.
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