Tibet

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Re: Tibet

Beitragvon woody » Do 19. Jan 2017, 13:01

Kilgore Trout hat geschrieben:.....Wenn Du weiterhin von der tollen Eisenbahnlinie oder dem neuen Flughafen in Lhasa schwafelst kommt das ziemlich an das Gerede über die Deutschen Autobahnen ran. war ja alles eigentlich gut gemeint.


Sach ma, bist du total durchgeknallt? Wann und wo habe ich etwas ueber die Eisenbahnlinie und den Flughafen geschrieben.

Aber wenn du es schon mal erwaehnst, ja auch das und die Schnellstrassen die Tibet mit dem Mutterland verbinden sind die Fortschritte, die ein feudalistisches Ausbeutersystem in die Moderne katapultieren.

Zu guterletzt frage ich mich, hast du noch alle Tassen im Schrank oder bist du schon total abgedreht.
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Re: Tibet

Beitragvon woody » Do 19. Jan 2017, 13:05

Kilgore Trout hat geschrieben:Auf Kosten von über 800.000 Opfern!


Das habe ich fast vergessen. Nenn mir doch mal die nachpruefbare Quelle deiner Behauptung.
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Re: Tibet

Beitragvon Kilgore Trout » Do 19. Jan 2017, 14:09

@Woody, habe ich doch gesagt, u.a. Stéphane Courtois. Google mal. Natürlich sind alle Zahlen von Opfern von wo auch immer nicht explizit nachzuweisen. Das ist ja auch das Problem mit den Holocaust-Leugnern. Aber Besuche in der PRC und Gespräche mit Leuten dort helfen auch sich ein Bild zu machen. Wobei man auch berücksichtigen muss das selbst ein Regimekritiker immer zuerst ein Han ist und deshalb verächtlich auf alle Yi schaut.
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Re: Tibet

Beitragvon nakhon » Do 19. Jan 2017, 19:25

mit der gleichen logik könnte frankreich jetzt deutschland überfallen und annektieren, ein paar krankenhäuser und 'ne uni bauen und behaupten, deutschland ist jetzt wieder teil von frankreich.
Wäre Jesus gehängt worden, krönten statt Kreuzen heute Galgen die Kirchturmspitzen
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Re: Tibet

Beitragvon Yogi » Do 19. Jan 2017, 19:38

nakhon hat geschrieben:mit der gleichen logik könnte frankreich jetzt deutschland überfallen und annektieren, ein paar krankenhäuser und 'ne uni bauen und behaupten, deutschland ist jetzt wieder teil von frankreich.


Das sagst du aber auch nur, weil du weißt, wie es um die Schlagkraft der deutschen Armee aussieht. :biggrin:
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Re: Tibet

Beitragvon Kilgore Trout » Do 19. Jan 2017, 20:20

Über die Schlagkraft der franz. Armee wissen wir herzlich wenig. 1950 in Tibet waren das aber teilweise Vorderlader gegen moderne Waffensystem (courtesy Mr. Stalin). wenn ich mich recht erinnere hatten die Tibeter maximal 10.000 Mann unter Waffen
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Re: Tibet

Beitragvon woody » Fr 20. Jan 2017, 03:42

nakhon hat geschrieben:mit der gleichen logik könnte frankreich jetzt deutschland überfallen und annektieren, ein paar krankenhäuser und 'ne uni bauen und behaupten, deutschland ist jetzt wieder teil von frankreich.


Dich kann man nicht ernst nehmen.

Tibets Status

Historische Anmerkungen zu Tibets Status

Bis Anfang des 18. Jahrhunderts war Tibet eine Region ohne festgelegte Grenzen, mit kleinen autonomen Fürstenstaaten im Osten und im Kernland mit rivalisierenden Fürsten, Klöstern und Sekten, die sich in stets wiederkehrenden Bürgerkriegen unter Einbeziehung kriegerischer Mongolenstämme bekämpften.

1720 vertrieb eine chinesische Armee die Krieger der Tsungaren aus Tibet. Die Soldaten des Kaisers wurden von den Tibetern freudig begrüßt und behandelten die Bevölkerung "mit großer Mäßigung", wie ein westlicher Missionar berichtete. Eine kaiserliche Delegation überbrachte am 21. April 1721 die offizielle Anerkennung des 7. Dalai Lama und überreichte das dreisprachige Staatssiegel; die Verwaltung und autonome Regierung in Lhasa wurde reorganisiert, das Amt des Regenten (desi) abgeschafft, ein Ministerrat (bka' shag, Kashag) eingesetzt. Dessen Vorsitzender und sein Stellvertreter wurden vom Kaiser ernannt. Nunmehr stand Tibet unter der direkten Oberhoheit des Kaiserreiches. Von einem tributpflichtigen Staat außerhalb des eigentlichen chinesischen Territoriums wurde es nunmehr definiert als ein integraler Bestandteil Chinas. [25] Innerhalb Tibets führte die stärkere Anbindung an die chinesische Zentralgewalt, die durch die Entsendung der mit großen Machtbefugnissen ausgestatteten Ambane noch verstärkt wurde, zu einer längeren Phase der Stabilität.

Im Zuge der britisch-russischen kolonialistischen Spannung (The Great Game) galten im ausgehenden 19. Jahrhundert das späte Kaiserreich China der Qing wie auch das kadscharische Shahtum Persien als weitaus zu schwache Partner, und Großbritannien favorisierte einen unabhängigen Pufferstaat (diese Zeit gehört auch mit zu den Wurzeln der Konflikte im westlich liegenden Afghanistan). Lange wurde der britisch-russische Konflikt im tibetischen Hochland primär auf geheimdienstlicher Ebene geführt. Die Lage änderte sich mit dem Auftauchen der englischen Invasionsarmee in Tibet unter Francis Younghusband (1903–1904). Im Zuge der Xinhai-Revolution, des Zusammenbruchs des Kaiserreichs und der Gründung der ersten chinesischen Republik, als China geschwächt und primär in innere Konflikte verstrickt war, rief der 13. Dalai Lama, der zuvor in Britisch-Indien Zuflucht gefunden hatte und auf die Unterstützung der Briten zählen konnte, die Unabhängigkeit aus. Kashag-Minister, die ihm auf diesem Weg nicht folgen wollten, wurden ermordet, renitente Klöster zerstört und ihre Äbte streng bestraft. Der Panchen Lama, zweiter hoher Würdenträger der Gelugpa, musste nach China fliehen. Die tibetische Unabhängigkeit, die sich nur auf Zentraltibet (die Provinzen Ü und Tsang) bezog, wurde von keinem Staat der Welt, nicht einmal von Großbritannien oder später den USA, anerkannt. Völkerrechtlich ist Tibet zwischen 1913 und 1951 daher mit De-facto-Regimen wie Abchasien, Südossetien, Transnistrien usw. zu vergleichen.


https://de.wikipedia.org/wiki/Tibet
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Re: Tibet

Beitragvon Tramaico » Fr 20. Jan 2017, 04:08

woody hat geschrieben:Dich kann man nicht ernst nehmen.


Ist doch wohl auch hier im BBG nicht erforderlich, weil es eher den Unterhaltungswert erheblich reduzieren wuerde.

Vielleicht koennten sich die oppositionellen Franktionen somit auf "besser Lama als Lahmer" einigen.

Ganz im historischen Einklang mit dem tibetanischen Buddhismus:

Lama (Tibetan: བླ་མ་, Wylie: bla-ma; "chief" or "high priest"[1]) is a title for a teacher of the Dharma in Tibetan Buddhism. The name is similar to the Sanskrit term guru.[2]

Historically, the term was used for venerated spiritual masters[3][4] or heads of monasteries.


Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Lama

:thumbs:
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Re: Tibet

Beitragvon nakhon » Fr 20. Jan 2017, 05:29

woody hat geschrieben:
nakhon hat geschrieben:mit der gleichen logik könnte frankreich jetzt deutschland überfallen und annektieren, ein paar krankenhäuser und 'ne uni bauen und behaupten, deutschland ist jetzt wieder teil von frankreich.


Dich kann man nicht ernst nehmen.


wer ist "man"?

richtig wäre gewesen:

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Re: Tibet

Beitragvon Willi » Fr 20. Jan 2017, 07:05

:biggrin:
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